Schwarzes Brett

Spatenstich für Millioneninvestition in Hainichen
Sanierung des Herrenhauses hat begonnen, 60jähriges Jubiläum und traditionelles Sommerfest


Fast zwei Millionen Euro investiert die AWO in die Sanierung des Herrenhauses in Hainichen. Am 4. Juli wurde der feierliche Spatenstich für das Bauvorhaben gesetzt. Schon in knapp einem Jahr sollen hier 25 Senioren in so genannten stationären Hausgemeinschaften leben.

„Stationäre Hausgemeinschaften sind die derzeit modernsten und innovativsten Ansätze in der Altenpflege“, sagt AWO Geschäftsführer Michael Hack.   Fachleute bezeichnen diese Projekte auch als „Pflegeheime der 4. Generation“. „Die Bewohner leben in kleinen Wohngruppen“, erklärt Hack. Therapie und Betreuung finden direkt vor Ort statt.  Gemeinsam wird gekocht, gebacken und der Tag gestaltet. Sogenannte Präsenzkräfte sind ständig anwesend. Die demenzkranken Senioren haben so einen festen Tagesablauf. Ängste und Desorientierung werden deutlich gemindert.

Die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes knüpft nahtlos an die bestehende 60-jährige Tradition der Altenpflege in Hainichen an. Denn das Herrenhaus war schon seit 1949 Altenheim. Damals lebten allerdings noch 70 Leute in dem Haus. 1994 wurde die Einrichtung dann von der AWO übernommen. Vier Jahre später wurde mit dem Neubau des heutigen Pflegeheimes begonnen, dass 1999 eingeweiht wurde. Seitdem stand das Haus leer.

Der Festakt am 4. Juli startete mit dem Spatenstich zur Sanierung der Anlage um 9 Uhr. Ab Mittag fand dann eine große öffentliche Feier mit Musik und einem bunten Showprogramm statt. Mit dabei unter anderem: ein Zauberer, eine Disko, Angebote für Kinder und ein Live-Dixieland-Konzert mit den „Steep-Wall-Stompers“. Rund 600 Gäste kamen zu den Veranstaltungen. Ein Zeichen dafür, wie tief das Haus in Gößnitz und dem Altenburger Land verwurzelt ist.